Sonntag, 3. April 2022

(Mini)Projekt: Neues Dach für den Verkaufsautomaten

Der Honigautomat hängt bei uns auf der Nordseite. Das hat mehrere Gründe: dort ist der Zugang zum Eingang und auch der Carport neben der Strasse, an dem wir den Automaten anbringen konnten. Vorteilhaft an der Lage ist auch, dass dort nie direkte Sonneneinstrahlung herrscht. Sowas kann speziell im Sommer zu Problemen führen - besonders, wenn man wie wir eine Glastür verbaut. Leider war es aber nicht möglich, den Stand so zu plazieren, dass er vollständig unter Dach steht. Eine Hälfte schaut heraus - und die muss echt leiden. 😰

Regen, Schnee, Nordseite: es gibt auch Freunde des so entstehenden Mikroklimas... und alle sind sie grün. 😒 Grund zu Misstrauen gab es, seitdem einzelne der Dachziegel aus Basaltholz anfingen, sich hochzuwölben. Am Anfang haben wir geleimt, was nicht gut hielt. Danach überlegten wir noch, diese vielleicht auszutauschen; aber dann wurde immer klarer, dass das nicht reichen würde. Bei näherer Betrachtung wurde die unter dem Carport herausstehende Dachhälfte schon von einem leichten Grünschleier überzogen. Also musste eine etwas dauerhaftere Lösung her.

Montag, 14. März 2022

Projekt/Bienen Philosophie: Informationen für den Imkernachwuchs (Video)

Kürzlich gab es an diversen Schulen unserer Stadt ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem ausgewählte Schüler aus den fünften Klassen (um die 11 Jahre alt, teilweise aber auch jünger) einzelne "Insekten als Baumeister" vorstellen. Neben Termiten, Ameisen oder Wespen waren auch Honigbienen als Thema vertreten. Und für die 'Hintergrundrecherche' bzw. den Praxisbezug durften die Stadtimker diesbezüglich ein paar Informationen -und etwas Material- beisteuern. 

Grund dafür war der Aufbau des Berichtes, der in Form eines 'Leporello' stattfand. Den Begriff mussten wir erst nachschlagen, er bedeutet 'Faltbuch': mehrere Seiten -meistens zwischen Postkartenformat und DIN-A4- werden im Verbund übereinander gefaltet. Sie können dann wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen werden. Heute benutzt man den Begriff offenbar auch für Faltblätter in der Werbung. Was witzig ist, denn unser eigenes Infoblatt hat dieses Format, aber den Begriff kannten wir trotzdem nicht. 🙂 Zur Illustration zwei Videos (Youtube), die uns von der Erstellerin des Leporellos, der Schülerin Arietta Wilkening zur Verfügung gestellt wurden:

Sonntag, 27. Februar 2022

Bienen Philosophie: Lagerplatz in der Imkerei - ein unterschätztes Problem

Wenn man sich für Bienenhaltung interessiert und dann später mit der Imkerei anfängt, denkt man natürlich über alle mögliche Sachen nach. Zum Beispiel, ob man Bienenstiche gut abkann 😅, wieviel der Spass kostet, wieviel Zeit man investieren muss usw. Wenn man mal angefangen hat, kommen natürlich die Bienen zuerst: Auswinterung, Honigräume, Ernte, Varroabehandlung etc. Und dann... kommt der Winter und der grösste Teil der Ausrüstung muss bis zur nächsten Saison eingemottet werden. Und genau dann stellt sich spätestens die Frage: wohin jetzt mit dem ganzen Zeug?

Tatsächlich verbraucht die Ausrüstung Mengen von Platz; etliche Teile werden sogar nur wenige Tage im Jahr gebraucht, etwa die Honigschleuder oder der Wachsschmelzer. Noch mehr Platz -wenn auch nicht so lange- benötigen Beutenteile. Vor allem natürlich die Honigräume, aber auch überzählige Bruträume,  Leerrahmen oder ausgebaute bzw. Futterrähmchen. Und dann spätestens fängt man an, sich gewisse Fragen zu stellen. Beispielsweise 'Bin ich der Einzige, der das Problem hat?' oder 'Warum erwähnt kaum jemand das Problem?'. 😮 Bevor es hier allerdings an die möglichen Optionen geht, erst einmal eine Theorie:

Sonntag, 6. Februar 2022

Bienen Administration: Honigkontrolle durch das Veterinäramt II

Wie im ersten Artikel (Link) vor einigen Monaten erwähnt, wurden die Stadtimker einer ersten Kontrolle unterzogen. Genauer gesagt ging es dabei um eine 'Monitoring' genannte Routinekontrolle. Im Rahmen solcher Monitorings werden bestimmte Stellen -in diesem Fall das Veterinäramt- von höheren Verwaltungsebenen verpflichtet, eine Anzahl von Kontrollen auf bestimmten, vorgeschriebenen Gebieten durchzuführen. Ein Verfahren, dass übrigens auch bei grossen Firmen Anwendung findet, dort meistens für die Kontrolle von Lieferanten.

Durch solche Verpflichtungen wird sichergestellt, dass immer wieder andere Schwerpunkte bei den Kontrollen gesetzt werden und sich keine vorhersehbare Routine einschleicht, wer wann kontrolliert wird. Das gilt für Bereiche (z.B. Gaststätten, Wochenmärkte, Hofläden, Schlachbetriebe oder auch Imkereien) ebenso wie für Firmengrössen (Kleinst-, Klein-, Mittel- oder Grossbetriebe). Es sind je nach Zuständigkeit des jeweiligen Amtes aber natürlich auch völlig andere Kriterien möglich:  z.B. Kontrolle nach Sicherheitsvorschriften (Chemie, Flugzeuge, Pharma).

Im Jahr 2021 war die Überprüfung von Imkern und Honig verlangt und wie es bei den Stadtimkern nun mal so ist: der Amtssitz ist nicht sehr weit weg. 😁 Das war jetzt also keinen Bienen- sondern ein Imkereimonitoring. Und wie sah nun also das Ergebnis nach 3 Monaten aus?

Sonntag, 16. Januar 2022

Bienen Philosophie: des Imkers (un)geliebte Arbeiten

Einige Sachen sind mal klar: Bienen machen Freude. Bienen machen Spass. Mit Bienen ist das Leben entspannter. Naja - meistens jedenfalls. Wer sich mit dem Gedanken trägt, Bienen zu halten, dem muss aber auch klar sein, dass einiges an Arbeit dazugehört. Viele haben vielleicht so ein Bild vor Augen, wo jemand im Stuhl vor dem Volk sitzt und beobachtet, wie (natürlich glückliche) Bienen ein- und ausfliegen. Vollbepackt mit Pollen und Nektar von der Blühwiese. 😇

Überraschung: ganz so ist es nicht. Aber ausser gewissen jahreszeitlichen Einschränkungen (wir berichteten an dieser Stelle, Link) gibt es auch noch effektive Arbeiten zu tun. Letztlich ist Imkerei auch Landwirtschaft und überdies will man ja, das es den Bienen gut geht. Man kann also mehr oder weniger für die Tiere tun. Den wenigsten Leuten ist von Anfang an sofort klar, dass das ein Aufwandsproblem ist. Um eine Analogie zu bemühen: man kann Kühe im Stall halten oder auf der Weide, von Hand melken oder mit der Maschine. Oder ihnen eine Streichelanlage bauen. 😮 Dasselbe gilt analog auch für Bienen.